- „Wer dem Tod begegnet, verliert die Angst davor“
- Intuition - Gefühlswissen - Herzdenken
- Der Ruf nach geistiger Erneuerung
- DEFINITION und Bedeutung von verwendeten Begriffen
- Vom nostalgischen Wunschdenken hin zu den Wirklichkeiten
- DEFINITION „Moral“ und „Ethik“
- DEFINITION „Synthese“
- Vatikan: Für eine gemeinsame Weltethik
- Gemeinsame Ethik Asiens und Europas
- PSYCHISCHE ENERGIE: Sicherheit ist nur in den Türmen des Geistes!
- Islam zwischen Tradition und Moderne
- Grundverständnis: Die Notwendigkeit der Bewußtseinserweiterung
- Grundverständnis: Die Begriffe "Religion" und "Kirche"
- Grundverständnis: Begriffe im Islam
- Von „Anderen” – Religionen, Weltanschauungen, Konfessionen o.ä. – lernen?!
- "Frieden lernen!"
- Islam - eindeutige ethische Grundhaltung
- Christentum und Islam - beide müssen geistes-wissenschaftlicher werden
- Begriffe im Islam - "Djihad", "Scharia"
- JESUS – eine wissenschaftliche Betrachtung
- Das kosmische Feuer – an der Schwelle
- Die Bedeutung der Künste für die Zivilisation und die Verantwortung des Künstlers“
- "Geistige" oder "geistliche" Gemeinsamkeit?
- Fundamentale Wahrheit aller großen Welt-Religionen
- Russisch-orthodoxe Kirche: ethisch-interkulturell - dynamisch unterwegs
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Andrea Hammerl Ist das Leben nach dem Tod eine Erfindung der Religionen – oder sind Nahtoderfahrungen gar Stifter der Religionen? Was ist Ursache, was Wirkung? Für Michael Schröter-Kunhardt, der sich als Facharzt für Psychiatrie seit vielen Jahren mit Nahtoderfahrungen auseinandersetzt, steht auf jeden Fall fest, dass Menschen, die dem Tod sehr nahe kamen, oder das zumindest annahmen, religiöser werden, ja, dass ihnen oftmals ein Leben nach dem Tod zur Gewissheit geworden ist. Der deutsche Repräsentant der IANDS (International Association for Near Death Studies) spricht gar von einem „Kulturschock“, den diese Personen durchmachen. Nicht selten kommt es Studien zufolge sogar zu Scheidungen oder beruflichen Neuorientierungen, weil der Betroffene neue, nicht-materielle Wertmaßstäbe setzt. Ein helles, strahlendes Licht am Ende eines langen, dunklen Tunnels, Erscheinungen von Lichtwesen, „Engeln“ oder anderen Geistwesen, außerkörperliche Erlebnisse, bei denen der Patient seiner eigenen Operation von oben zuschaut oder dem Operateur „auf der Schulter sitzt“, Begegnungen mit verstorbenen Angehörigen, der Ablauf des eigenen Lebensfilmes in massiver Zeitraffung, eingebildet oder wahr? Seit etwa 30 Jahren widmet sich die Wissenschaft vermehrt der Erforschung solcher Erfahrungen, die seitdem auch öfter geschildert werden. Weil überall auf der Welt Menschen aller Kulturen und auch Personen ohne religiöse Erziehung verblüffend Ähnliches erzählen, schlussfolgert Schröter-Kunhardt, dass „religiöses Erleben auf einer biologisch angelegten Matrix beruht“, die von keiner Theorie hinwegerklärt werden könne. Sowohl der Kommunist Karl Marx („Religion ist Opium für das Volk“) als auch der Psychoanalytiker und Religionskritiker Sigmund Freud, der die Religion als Neurose betrachtete, hätten sich somit geirrt. „Homo religiosus sapiens est“ (der religiöse Mensch ist der Wissende), sagt Schröter-Kunhardt. (Quelle: „Main-Echo“ vom 22.3.08) *** Kommentar der Webredaktion: Die wissenschaftliche Aufarbeitung zahlreicher Nahtod-Erlebnisse ist seit Generationen im Gang. Während sich in den Anfängen dieser relativ neuen, psychologisch-psychiatrisch-wissenschaftlichen Tätigkeit primär die „Wiedergeburts-Gläubigen“ diesem Thema widmeten, sind es heute sowohl theistisch aber auch atheistisch geprägte Zeitgenossen, die sich zu Wort melden und ihre persönlich-individuellen Erlebnisse zu Protokoll geben, u.a. auch, weil der Trend zur (vielfach unerbetenen) „Wiederbelebung“ durch medizinisch-technische und pharmazeutische Entwicklungen stark zugenommen hat! „Wiederbelebung“ ist als Begriff üblich, wenn es bei einem Kandidaten zu einem Herzstillstand kam, den man durch die angedeuteten Techniken wieder 'aufheben' kann. Inwieweit die „Wiederbelebung“ als eine nahtlose Fortsetzung des Vorsterbe-Zustandes klassifiziert werden kann, ist heute selbst im Kreis der beteiligten Mediziner zunehmend umstritten. In diesem Geschehen spielen zahlreiche Umstände und Einflüsse eine entscheidende – auch nachtodliche – Rolle! Persönlichkeitsveränderungen, auch stärkere Einschränkungen des Bewusstseins, der Denk- und Verständniszentren, unter Umständen verbunden mit körperlichen Behinderungen und anderem mehr zeigen, dass es nicht nur die „medizinische“ Seite eines 'unbeschwerten' Weiterlebens nach einer körperlichen Wiederbelebung gibt.
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20.11.2011 •