- „Wer dem Tod begegnet, verliert die Angst davor“
- Intuition - Gefühlswissen - Herzdenken
- Der Ruf nach geistiger Erneuerung
- DEFINITION und Bedeutung von verwendeten Begriffen
- Vom nostalgischen Wunschdenken hin zu den Wirklichkeiten
- DEFINITION „Moral“ und „Ethik“
- DEFINITION „Synthese“
- Vatikan: Für eine gemeinsame Weltethik
- Gemeinsame Ethik Asiens und Europas
- PSYCHISCHE ENERGIE: Sicherheit ist nur in den Türmen des Geistes!
- Islam zwischen Tradition und Moderne
- Grundverständnis: Die Notwendigkeit der Bewußtseinserweiterung
- Grundverständnis: Die Begriffe "Religion" und "Kirche"
- Grundverständnis: Begriffe im Islam
- Von „Anderen” – Religionen, Weltanschauungen, Konfessionen o.ä. – lernen?!
- "Frieden lernen!"
- Islam - eindeutige ethische Grundhaltung
- Christentum und Islam - beide müssen geistes-wissenschaftlicher werden
- Begriffe im Islam - "Djihad", "Scharia"
- JESUS – eine wissenschaftliche Betrachtung
- Das kosmische Feuer – an der Schwelle
- Die Bedeutung der Künste für die Zivilisation und die Verantwortung des Künstlers“
- "Geistige" oder "geistliche" Gemeinsamkeit?
- Fundamentale Wahrheit aller großen Welt-Religionen
- Russisch-orthodoxe Kirche: ethisch-interkulturell - dynamisch unterwegs
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„Geistig“ (spirituell) umfaßt begrifflich – in sämtlichen Kultursprachen – die physikalisch NICHT definierte Energie, die Körper, Materie, Zivilisation und Kultur prägt, formt und belebt, „Geistlich“ beschreibt die beamtete bzw. berufliche Zugehörigkeit zu einem klerikal-konfessionellen Berufsstand. Letzteres heißt nicht, daß ein „Geistlicher“ dadurch „GEISTIG“ ist bzw. sein muß! Hinweis: Der Aspekt des GEISTIGEN, der nur dem Menschen eigenen quantitativen wie qualitativen GEIST-Energie, ist vielfach aus dem Bewußtsein des Zivilisationsmenschen verschwunden. Diese Degeneration jedoch bedingt individuelle und gemeinschaftliche geistige Kommunikations- und Gemeinschaftsschwierigkeiten.
♣Mit der von Michail S. Gorbatschow im Jahr 1991 verfügten Selbstauflösung des politisch-ideologischen Giganten „Sowjetunion” ergaben sich buchstäblich über Nacht für Hunderte von Millionen Menschen Zwänge zu neuem Denken und Handeln. In der damaligen Mischung aus Chaos, Verführung zur Selbstbedienung und beginnender Neuordnung entstanden zahlreiche neue Ansätze und Entwicklungen im geistig-kulturellen und auch im so genannten „geistlichen“ (kirchlich-konfessionellen) Bereich! Konfessionell-kirchlich-religiöse Glaubensgemeinschaften bestanden in der ehemaligen Sowjetunion auch in der Phase des Staatssozialismus und erhielten in begrenztem Maße sogar Förderungen des Staates. Dies galt u.a. für verschiedene christliche und islamische Glaubensgemeinschaften. Die große ideologische, von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion stark geförderte geistig-kulturelle Bewegung war jedoch jene des „Wissenschaftlichen Atheismus”. Die über sämtliche Bildungseinrichtungen verbreitete wissenschaftlich-‚atheistische’ Grundhaltung prägte die Masse der intellektuellen Schicht der Osteuropäer und Eurasier – was überwiegend heute noch gilt! In den letzten 15 Jahren wurden kirchlich-konfessionelle Institutionen bzw. NGOs in hoher Zahl als offizielle Einrichtungen anerkannt, respektiert und sogar staatlich gefördert, wenngleich die intellektuelle Schicht (Elite) in Rußland, Zentralasien (Eurasien) in der Majorität sich als „a-theistisch” versteht. Letzteres heißt, daß sich die Mehrheit geistig zu einem kirchen- wie konfessionsoffenen Weltordnungsverständnis logisch-wissenschaftlicher Art bekennt, weshalb es aus geistig-kultureller Perspektive falsch ist, diese gesellschaftlich hoch-qualifizierte Gruppe als un-kultiviert oder ungeistig zu klassifizieren. Vielfach beweist gerade diese Gruppe ein außergewöhnlich hohes Kultur- und Wissenschaftsbewußtsein und vor allem ein hohes Maß an Handlungs-Ethik. 1992 – der Begriff „GEISTIG” wird in das allgemeine Kulturbewußtsein hereingeholt
Der sehr tiefgründige, zeitlich Jahrtausende umfassende multi- wie interkulturelle Vorlauf im Eurasischen Kulturraum machte es 1992 leicht wie zwingend, den Begriff „geistig“ anläßlich des in Alma-Ata von der Int. Gesellschaft „Frieden durch Kultur“ initiierten und organisierten WELTFORUM „AUF DEM WEG ZU GEISTIGER GEMEINSAMKEIT“ auf hohem gesellschaftlich-kulturellem Niveau einzubringen. Der Terminus „GEISTIG“ wurde zu einem grundlegenden, sämtliche Teilnehmer aktiv integrierenden Motto – was die Teilnehmenden aus 65 Staaten, speziell diejenigen des religiös-philosophischen Bereichs, hoch schätzten und zahlreiche geistige Gemeinsamkeiten – auch zwischen „Theisten“ und „A-Theisten“ – finden ließen.
„GEIST/GEISTIG“ – diese Begriffe verstehen sämtliche Kulturen des Ostens generell und seit Menschheitsgedenken als jene kultur-energetische Ebene und Kraft, die ausnahmslos ALLEN Menschen eigen ist, da vom Universum, Kosmos, Gott o.ä. schon mit der Geburt verliehen. Diese Ur-Energie wird inter-religiös auch als „Heiliger Geist“ (Prana, Chi, Tengri, Psychische Energie o.ä.) bezeichnet und reflektiert aus sämtlichen Weltlehren. Westliche kirchlich Gebildete sollten verstehen, daß die asiatischen Kulturen und Religionen den Begriff „geistlich“ nicht kennen, sondern eine GEISTIG-ENERGETISCHE GLEICHHEIT bzw. Gleichwertigkeit aller Menschen unterstellen bzw. anerkennen. Geistig-energetisch sind daher alle Menschen GLEICH – vor den Gesetzen des Kosmos (Universums), daher auch vor „Gott“! Begriffsvermischungen und -verwirrungen Für den christlich-konfessionellen Kulturraum (Europa und Amerika) kann festgestellt werden, daß die zivilisatorisch gut organisierten Religions- und Konfessionsgemeinschaften den Begriff „GEISTIG“ („Geist“ = die JEDEM Menschen eingeborene Bewußtseinsenergie) fast nur noch „für sich selbst“, für ihre beamteten Repräsentanten als „Verwalter“ und Mittler des „Heiligen Geistes“ nutzen. Obwohl „Geist / Spirit“ ein fester energetischer Begriff in sämtlichen Weltkulturen bzw. Weltreligionen (Ägyptens, Persiens, Indiens, Chinas, Griechenlands etc.) ist und speziell im Bereich der Kultur (Religion und Weisheitslehren) schon Jahrtausende vor dem Entstehen des Christentums genutzt wurde, gebärden sich westliche konfessionelle, speziell protestantische Geistliche (verschiedener Sekten) vielfach so, als ob sie selbst den ‚Heiligen Geist’ erfunden hätten. Solches Auftreten wird von den Mitgliedern anderer Kulturen, Religionen und Weltanschauungsgruppen als Anmaßung, auch als Beleidigung empfunden. Wie aus Lexika ersichtlich, wurde der Ausdruck „Geistlich“ erst im 15. Jahrhundert für kirchliche Standesvertreter bzw. -beamte erfunden bzw. geprägt. Eine objektiv-wissenschaftliche Vernetzung der Begriffe „geistig“ und „geistlich“, die man auf Grund der begrifflichen Ähnlichkeiten unterstellen könnte, besteht daher nicht! Geistige („Spirituelle”) Gemeinsamkeit ... ... ist daher in jedem Menschen als Potential, Befähigung und Handlungsdimension angelegt! Die großen Religions- und Weisheitslehrer (Platon, Konfuzius, Laotse, Buddha, Mohammed und andere) offenbarten, analytisch wie wissenschaftlich nachvollziehbar (u.a. „Archetypen“ – C.G. Jung), daß höhere geistige Gemeinsamkeitsideale und -ebenen bestehen, die jeder Mensch geistig für sich aktivieren und nutzbar machen kann!
Die Lösung:Geistig-ethische EINHEIT in kultureller VIELFALT! (Unity in Diversity!)Die Lösung sämtlicher, durch vielfältige Bewußtseinsspaltung der Menschheit hervorgerufenen Probleme liegt ausschließlich auf GEISTIG-ETHISCHER EBENE! Die kulturgesetzliche Verschiedenartigkeit der menschlichen Natur bedarf ihrer grundsätzlichen, gesellschaftlichen Respektierung – dringend auch ihrer Aktivierung, Förderung und Aufforderung zur Handlungspflicht zum all-menschlichen, ethischen Handeln! Allein auf dieser Ebene zeigen sich optimale Resultate in der Mit- und Zusammenarbeit. Erst im Verständnis ihrer GEISTIGEN GEMEINSAMKEIT offenbaren sich Menschsein, Mitmenschlichkeit und Gemeinschaftsbereitschaft, Gemeinschaftswille und Gemeinschaftsbefähigung! Die primäre Gemeinsamkeits- und Handlungsebene ist daher die spirituelle, die GEISTIGE. In diesem Verständnis sollten sich sämtliche Gemeinschaftsformen, auch die religiös-konfessionellen, einer kulturell-ethisch betonten Erneuerung und Standortbestimmung unterziehen, verbunden mit der Vertiefung ihrer geistig-verbindenden Grundhaltung! Allein auf dieser Ebene können bzw. werden jene quantitativen und qualitativen Energien, Ideen und Potentiale entstehen, die für eine geistig bewußte Menschheit Frieden, Harmonie, Wohlergehen und Freude – die Grundlagen einer Hochkultur – sicherstellen. Resümee: die GEMEINSAMKEITSEBENE, auf welcher sich Mensch und Menschheit annähern und letztendlich kooperativ in ethisch-kultureller VIELFALT treffen müssen – ist ausschließlich die GEISTIGE! Die geistige Ebene ist jene der KULTUR! Inwieweit in Konfessionen, Kirchen oder Glaubensgemeinschaften im allgemeinen ernsthafte religiös-energetische Potentiale bestehen und den Menschen eine geistig aufbauende, rückbeziehende Brücke zum Lebensursprung (Kosmos, Universum, ‚Gott’ o.ä.) bieten, liegt in den Händen ihrer verantwortlichen Führer. Die Zivilisation bezieht ihre wesentlichen Handlungsimpulse – gesellschaftlich, politisch, weltanschaulich – aus der geistig-kulturellen Dimension! Nur wenn eine kulturbewußte und kulturaktive Zivilisation dem Geistig-Kulturellen Raum gibt, entstehen geistig-konstruktive, Harmonie und Frieden fördernde Inspirationen, Konzepte und Gemeinsamkeitsaktionen. GEISTIGE GEMEINSAMKEIT anzustreben, Auf dem Weg zu Geistiger GemeinsamkeitDie global-politischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Entwicklungen führen u.a. zum Niedergang und Zerfall ehemaliger politischer Machtimperien, aber auch zum Entstehen neuer Möglichkeiten. Gefördert wird dieser Prozess durch zunehmende Geo-Kataklysmen (wie Klima-, Erdbeben- und Vulkan-Katastrophen). Dadurch offenbart sich seit rund 50 Jahren immer mehr eine prinzipielle Bereitschaft und Bestrebung innerhalb der Menschheit, bestehende und sich aufbauende Probleme auf geistig/ethisch-kultureller – d.h. gewaltfreier – Grundlage lösen zu wollen. Zur Lösung der bestehenden Weltprobleme scheint man auch immer stärker bereit zu sein, neue gesellschaftliche Verhaltensparadigmen, auf Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen fußende ETHISCHE Prinzipien im Gemeinschaftsdenken und -handeln zu berücksichtigen. Das Zeitalter eines sich machtpolitisch wie hierarchisch-diktatorisch verstehenden Parteiadels geht offensichtlich seinem Ende zu. Übrig bleibt als Relikt direkter wie indirekter Diktatur b.a.w. der (vielfach geschickt aus dem Hintergrund agierende) „Geldadel“. Dieser agiert in mannigfaltiger, auch außer-demokratischer Art und Weise und zieht die Fäden auf der politisch-wirtschaftlichen Marionettenbühne. Damit verbundene dynamische und konstruktive Prozesse zeigten sich in den letzten 20 Jahren in außergewöhnlichem Maße im Osten Europas, in Zentral- wie Südasien! Am Horizont entsteht ein sich neu bildender, auf inter-kulturellem Fundament verankerter kontinentaler BEWUSSTSEINSKERN, der u.a. die ursprüngliche geistig-kulturelle, zugleich Vielheit respektierende EINHEIT der historisch künstlich getrennten Kontinente Europa und Asien wieder herstellen wird. Die Zukunft steht im Zeichen eines wieder entstehenden multi- und interkulturellen EURASIEN!!! EURASIEN – eine zukunftstragende und Die vergangenen 2000 Jahre standen überwiegend im Zeichen geistig-kultureller sowie politisch-zivilisatorischer Aufspaltung und eines primär militärisch-wirtschaftlich betonten Machtdenkens und entsprechenden Handelns. Damit verbunden waren auch kulturelle, religiös-ethnische Abwertungen und Anmaßungen. Selbst heute basieren zahlreiche Handlungsmotive und -ziele noch auf stark begrenztem, dem Eigennutz dienenden Denken und Handeln! Während in ihrem Bewusstsein, durch Traditionen geprägte Führer in Kultur, Politik und Gesellschaft noch überwiegend in Rezepten, Strategien und Handlungen von „GESTERN“ denken und handeln, dabei aber die Zukunft ihrer eigenen Machtbereiche und ihrer Völker verspielen, nutzt der „Osten“ des neu entstehenden Kontinents Eurasien zunehmend die „Gunst der Stunde“. Eigendünkel, Selbstüberschätzung und damit Selbstschwächung des „Westens“, verbunden mit seinem neo-liberalen Zivilisationskonzept widersprechen dem über Jahrtausende kulturell gewachsenen Gemeinschaftsverständnis der multikulturellen und multiethnischen Völker des Ostens! Einzelne dieser Staaten können schon Jahrhunderte und länger auf die harmonische Vielfalt von 100 und mehr kulturell-ethnisch geprägten Gemeinschaften zurückblicken. Diesen klaren Trend einer wachsenden Entwicklung zu einer umfassenden geistig-kulturellen wie gesellschaftlichen Vereinigung der Völker des Ostens kann man durch Ignorieren, Blockaden, Intrigen, Aufspaltungsversuche und Kontra-Initiativen höchstens verzögern, aber nicht aufhalten. Um so schwieriger wird es für jene Völker werden, die abseits oder außerhalb von dieser global prägenden Gemeinschaftsrichtung auch weiterhin ihre eigensüchtigen Ziele verfolgen. Es wird aber weder für eine Rasse noch für ein Volk, noch für Individuen ein AUSSERHALB in bezug auf die Globalgemeinschaft, die MENSCHHEIT, geben! Das sich abzeichnende, in der Entfaltung befindliche NEUE demokratische Selbstverständnis basiert auf dem Grundsatz einer geistig-ethischen EINHEIT in kultureller, individueller VIELFALT“ und ebenso umgekehrt: in einer „kulturellen VIELFALT in geistig-ethischer EINHEIT!“ Der Weg: Von einander lernen, Die hier angedeuteten Gemeinschaftsprinzipien bedingen in erster Linie einen auf Gegenseitigkeit beruhenden Austausch von ethisch-gesellschaftlichen Verständnisprinzipien und Handlungsleitlinien! Eine auf ethischen Gemeinsamkeiten aufbauende Verständnis- und Kooperationskultur ist dringend zu entwickeln – andernfalls haben Staats- und Vertragsjuristen das „letzte Wort“ oder zwischenstaatlich sogar das Militär. Abzuwarten, bis Zwangsläufigkeiten zu einem (oftmals schon emotional vorbelasteten) Dialog führen, ist fern von Weitsicht, fern von einer notwendigen, voraussehend handelnden Kultur. Für vorstehend skizzierten Weg ist es besonders wichtig, dass sich die Religionen auf hoher Ebene in einen Dialog und in ein gegenseitiges Anerkennungs- wie Respektierungsverhalten begeben! Bildhaft – für vieles Kontrageschehen – sollte als erstes die häufig auf Gegenseitigkeit kontraproduktiv laufende ‚Missionstätigkeit’ (Abwerbung/Überredung von Mitgliedern aus anderen Welt-Religionen) nicht nur eingestellt, sondern stattdessen auf eine gegenseitige aktive Respekt- und Zusammenarbeitsschiene umgestellt werden. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Kooperation auf den unteren Ebenen der religiösen Repräsentanten schon seit Jahren in einigen Gebieten unseres Planeten erfolgreich läuft und zunimmt. Aber es darf auch nicht übersehen werden, dass die höchsten Führungsebenen der „Geistlichen“ (beamteten) Spitzenvertreter mit diesem zeitgemäßen Trend offensichtlich Schwierigkeiten haben! „Geistigkeit“ setzt aber eine solche ethisch-religiöse Grundhaltung voraus! Ein weiterer hochwichtiger, dringender Punkt auf dem WEG zu geistiger Gemeinsamkeit ist die gezielt und bewußt zu entwickelnde Zusammenarbeit und Harmonisierung zwischen den ‚Gläubigen’ und „Nicht- bzw. Andersgläubigen“ (Beispiel: Theisten und A-Theisten, Wissenschaftler und Mystiker). Nach demographischen Angaben ist das globale Verhältnis mit ungefähr 50:50 anzusetzen, d.h. die sog. Nichtgläubigen oder religiös nicht offiziell Bekennenden (zu einer der führenden Kirchen/Religionen) machen die Hälfte der Menschheit aus! Es darf nicht sein, dass sich die Gräben zwischen diesen Weltanschauungsgruppierungen noch mehr vertiefen – denn man kann, soll und muss sich auf ETHISCHE Verhaltens- und gesellschaftliche Spielregeln einigen, auf einen ETHISCHEN VERHALTENSKODEX, der ebenfalls auf gegenseitigem Respekt und aktiver GEISTIGER Kooperation beruht. Der Kern des neu entstehenden Eurasien befindet sich heute in einem dynamischen, auch gesellschaftlich neue Formen prägenden Werde-Prozess. Die Regierungen in Zentral-Asien sind bestrebt, eine Politik der offenen Gesellschaft zu betreiben, die zugleich hierarchisch, d.h. führungs- wie führer-bezogen ist und bleibt! Letzteres ergibt sich als Selbstverständlichkeit aus dem natur- und gemeinschaftsrechtlichen Verständnis der Völker des Ostens! Das stark eingeschränkte Führerverständnis des Westens, welches zugleich direkte Verantwortungen und Pflichten relativiert und nicht selten sogar stark begrenzt und einschränkt, ist dem Osten unbekannt! Heute sucht der Osten teilweise noch kulturelle und soziale Verständnis-, Denk- und Handlungshilfe im Westen – denn der kurze, effektive Weg zum Erfolg besteht u.a. darin, von anderen Völkern und Kulturen und deren im Rückblick vielleicht vermeidbaren Fehler lernen zu können! Die Einladung zu einem Dialog der Kulturen, der Religionen und Wissenschaften bis hin zu einer partnerschaftlichen und konkreten Zusammenarbeit auf der Grundlage „GEISTIGER GEMEINSAMKEIT“ ist deutlich vernehmbar. Wertvolle Zeit ist seit der Auflösung der ehem. SU vergangen – mit sich nicht wiederholenden Gelegenheiten. Dadurch werden gesellschaftlich harmonisierende Dialoge, Verständnis- und Zusammenarbeitsprojekte schwieriger, die jedoch allen Seiten Vorteile bringen würden. So sind seit den ersten offiziellen Schritten Kasachstans in Richtung einer geistig-kulturellen Gemeinsamkeit rund 15 Jahre vergangen. Vieles, darunter Beispielhaftes und Nachahmenswertes, ist geschehen – und noch mehr ist im Werden! Gleichzeitig wächst aber auch die Erkenntnis, dass der „Westen“ im kulturell-religiösen Bereich die freizügige Öffnung einiger Staaten Zentralasiens als „Einbahnstraße“ zur Wahrnehmung seiner eigenen, westlich-spezifischen Interessen missverstehen könnte. Geistige Gemeinsamkeit sollte grundsätzlichen Missbrauch von geistlicher/klerikaler Seite ausschließen! Richtig, d.h. ethisch verstandene geistige Gemeinsamkeit schließt jegliche Art von auf Gegenseitigkeit praktizierter Missionstätigkeit aus, wie sie unter den christlichen Kirchen, Konfessionen und Sekten mit hohem Aufwand betrieben wird – sofern Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung keine leeren Schlagworte sind. Das christliche Credo sollte durch Zusammenarbeit, Uneigennützigkeit und Nächstenhilfe erkennbar sein – d.h. geistige (und weniger geistlich-konfessionelle) Ziele im Auge haben. Die Zukunft ... ... wird, so eine kulturfundierte Weisheitserkenntnis, ein harmonisches MITEINANDER aller Menschen, Völker, Staaten, aller KULTUREN und ETHNIEN sein – ODER Zukunft wird NICHT sein! Nachdem – im Rückblick auf die vergangenen Jahrhunderte – weder „Europa“ mit sich selbst noch durch offensichtlich politisches Engagement Nordamerikas und der Sowjetunion eine gesellschaftlich-friedvolle, für den Rest der Welt beispielhafte Harmoniestruktur bilden und in sozial-kulturellem Wohlergehen leben konnte, verlagern sich heute die außergewöhnlichen Machtpotentiale und entsprechende konstruktive Handlungspflichten in Richtung Asien – besser: EURASIEN! Die Aufforderung zu „GEISTIGER GEMEINSAMKEIT“ – im KLEINEN wie im GROSSEN – ist heute, da geistesgesetzlich positiv-ethisch prägend, als logisch-natürliche Selbsthilfe auf dem Weg zu einem gesteigerten Wohlergehen zu verstehen, mit positiven gesellschaftspolitischen und handlungsethischen Auswirkungen. Es bleibt offen, inwieweit die wissenschaftlich gebildete, denkende Weltelite die hier kurz skizzierten geo-kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen in ihrem Planen und Handeln berücksichtigen wird. Die hohen Investitionen, die u.a. für Beratung durch Spezialisten, Fachleute, Denk-Fabriken und Denk-Pools getätigt werden, sollten sich lohnen. Sie können übrigens die Pflicht zum eigenen Denken nicht aufheben! Daher: GEISTIGE GEMEINSAMKEIT – |

