ETHIK – höchste Gesellschaftswissenschaft

Wie die Medizin bzw. die zahlreichen Heil- und Gesundheitswissenschaften haben (hätten) die Gesellschaftswissenschaften die Aufgabe, die für menschliche Ordnungs- und Zweckgemeinschaften jeweils notwendigen ethischen-humanistischen Grundlagen und Rahmenbedingungen zu formulieren und wissenschaftlich-begleitend zu optimieren!

Die heute bestehende Vielzahl, besser 'Unzahl' an Thesen und chaotisch-emotionellen (demokratischen), fern jeglicher Wissenschaft stehenden 'Gemeinschaftsordnungen' im sozialen, politischen, ökonomischen, religiösen und anderen Bereichen zeigt in der Gegenwartsanalyse wie im Rückblick schwere Zerfalls- und Degenerationserscheinungen.

Die "Demokratie" (heute mißverstanden als "was nicht ausdrücklich durch staatliche Gesetze verboten ist, ist erlaubt"), die schon von den 'Alten Griechen' gesellschaftswissenschaftlich - besonders von Platon und seinen Schülern - als Fernziel, als ein Ideal klassifiziert wurde, ist an bestimmte Voraussetzungen BEWUßTSEINSMÄSSIGER und CHARAKTERLICHER Art gesetzmäßig (nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung) gebunden. Diese kausale, auf eindeutigen und bestimmbaren Entsprechungen fußende Gesellschafts-Disziplin wurde als WISSENSCHAFT der ETHIK bekannt. Platon, der Gründer der 1. "Akademie der Wissenschaften" in der Geschichte der Menschheit, verband die Disziplin ETHIK (als Wissenschaft der bestmöglichen 'Gesundheit' individuellen wie gemeinschaftlichen Wohlergehens, eingebunden in einem mikro- wie makrokosmischen Ordnungsfeld!) mit den Wissenschaftszweigen der PHYSIK (der absoluten Kausalität) und der LOGIK (als in jedem Menschen verankerte, geistig höchste Ordnungs- und Erkenntnisenergie). Es waren Platons Nachfolger, die nicht nur die natur-gesetzmäßige KAUSALITÄT im menschlichen Denken und Handeln aufhoben, sondern damit auch die Grenzen zur Maßlosigkeit in jeglicher, bis zur 'Unmenschlichkeit' gehender Beziehung löschten. Die als Ersatz dargebotene "MORAL" bedarf grundsätzlich der regelmäßigen Reinigung und evolutiven Anpassung, die auf ETHISHER GRUNDLAGE (wissenschaftlich) zu erfolgen hat - was verschiedene Lexika auch deutlich formulieren. Der Irrtum, daß MORALISCHE Grundsätze über der Dimension der ETHIK stehen, ist auch heute noch weit verbreitet!

Die vielfachen Unterschiede und Gegensätzlichkeiten, die es in bzw. zwischen den verschiedenen Religionen, Weltanschauungen und Gruppierungen (Sekten) gibt, sollten in einem Dialog ALLER auf den Grundlagen einer ALL-MENSCHLICHEN ETHIK gemeinsam, begleitet von den verschiedenen Religions-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlern auf den PRINZIPIEN einer all-umfassenden ETHIK formuliert werden.

Wenngleich es erfreulicherweise zahlreiche Ansätze, sogar globaler Art, in Richtung einer Aufwertung des Begriffs ETHIK, von ETHISCHEN KONZEPTEN in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gibt, so ist ein breit angelegter Verständnis-Dialog vonnöten, an welchem sich alle Geisteswissenschaftler - speziell Philosophen, Theologen, Ideologen sowie Soziologen, Rechtswissenschaftler Pragmatiker u.a. - beteiligen sollten. (-wr- März 2007)

„Über Politik und Wirtschaft drückt sich positive oder negative Ethik im Alltag aus, je nach Anwendung. Es gibt keine Politik ohne Ethik. Jeder ethisch und geistig interessierte Mensch soll sich an der Gestaltung der Politik beteiligen, um die Verhältnisse auf der Erde zu verbessern, besonders in dem gegenwärtigen Stadium, wo der Bestand des Planeten auf  dem Spiele steht."  (Leobrand)

 

 

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