KASACHSTAN - ein uralter, geozentraler Kulturraum meldet sich auf der Weltbühne zurück

W. Augustat

13.10.2011 • Kasachstan bietet alles, was benötigt wird, um auf politisch-kultureller Bühne in Richtung WELTFRIEDEN künftig die Hauptrolle zu spielen. Dieses hohe Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn die Mehrzahl der Menschen bewusstseinsmäßig wie charakterlich-ethisch die Stufen in Richtung Weltfrieden initiativ beschreiten wollen.
Als Initiator, Schrittmacher, Förderer und Motivator dieser der Menschheit dienenden Initiative kommt nur ein weltlich reicher, von materiell-politischen Interessen unabhängiger, interkultureller Staat in Frage!
Ein Rückblick auf die politisch-kulturellen Tätigkeiten der letzten zwei Jahrzehnte zeigt, dass die politische wie die kulturelle Führung Kasachstans unbeirrt an ihrer weltweiten spirituell-kulturellen Friedenskonzeption arbeitet! Das Volk steht geschlossen hinter dieser Führung und selbst die ultramoderne Stadt Astana ist baulich bestens vorbereitet!
 

Astana – ultramodernes, interkulturelles Dialog-Weltfriedenszentrum

Als Staat ist Kasachstan heute doppelt so groß wie die drei Staaten Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen. Es beherbergt ungeheure Naturschätze, ist dadurch extrem reich, liegt geopolitisch ideal an der zentralen Schnittstelle zwischen Asien und Europa und kann – ja wird – dadurch das geokulturelle Weltgeschehen wesentlich beeinflussen! Diesen kulturell-evolutiven Auftrag – der kulturgeschichtlich durch die spirituelle Prägung des Volkes bedingt ist – reflektiert das moderne Kasachstan über seine Hauptstadt und Kulturmetropole Astana! Die besten Denker, Architekten, Ingenieure, Künstler und andere Spezialisten aus aller Welt schufen zu Beginn des 21. Jahrhundert die Infrastruktur eines ultra-modernen, multi-religiösen wie grundsätzlich auf internationale Zusammenkunft und interkulturellen Dialog angelegten Weltzentrums! Dieses, dem Neuen Zeitalter entsprechende Zentrum ist baulich fertig gestellt. Es ist nun die Bedeutung und Wichtigkeit des mit Kasachstan verbundenen Kulturmagnetismus aus zentral-europäischer Perspektive zu erahnen – und zum Wohle der eigenen Völker zu nutzen. Letzteres heißt, die Entwicklung in Zentralasien zu fördern, zu beleben und aktiv zu begleiten!

Die Existenz dieses Zentrums wie die Bedeutung als interkulturelle Brücke zwischen Asien und Europa lässt sich deutlich bis in die Jahrtausende vor Christus zurückverfolgen. Kasachstan war schon immer präsent, obwohl unter anderen Bezeichnungen. Viele hoch entwickelte Kulturvölker Asiens – darunter zahlreiche weißrassige – nutzten diese Brücke nicht nur für ihren Handel, sondern wanderten aus dem Osten über Kasachstan bis tief nach Europa ein und besiedelten diese Gebiete. Eine von vielen Folgen daraus war, dass sie wesentliche kulturell-gesellschaftliche Qualitäten an Europa weiter gaben. Als einziger Name aus dieser Vorzeit ist den meisten Europäern nur Dschingis-Khan bekannt, der als Denker und Anführer einer „wilden Horde“ das größte Weltreich aller Zeiten eroberte. In der Folge wurden dadurch von Kasachstan ausgehend sämtliche Gebiete westlich und südlich ethnisch-kulturell befruchtet! So ist – im Westen fast unbekannt – Dschingis Khan der eigentliche zivilisatorische Kulturbringer Russlands und des großen Kontinents Eurasien, welcher damals wie heute nicht nur geographisch, sondern vor allem auch kulturell als Einheit zu verstehen ist. In diesem Spannungsfeld wird sich das neue, gegenwärtige Kasachstan beweisen und bewähren müssen! Wenn die heute in Kasachstan bestehenden kulturell-gesellschaftlichen Möglichkeiten nicht dynamisch-initiativ wahrgenommen werden, würden die gigantischen wie vielschichtigen Potenziale, die heute in der Hand einer starken Staatsführung liegen, an Nachbarvölker wenn nicht sogar indirekt an kontinentale Fremdmächte übergehen!

Verständnishürden zwischen West und Ost als größtes Problem

Der westliche Bürger hat – da im globalen Kultur- und Geschichtsverständnis oft nur einseitig informiert – heute kaum ein aktuelles Wissen oder Verständnis über die Gegebenheiten im Orient bzw. außerhalb Europas. Dazu kommt, dass seine spirituell-kulturelle Bildung und das damit verbundene Menschen- und Weltverständnis als 'sehr begrenzt’, vielfach sogar als ‚falsch' zu klassifizieren sind. Die Folge daraus ist, dass die Vorstellung über die kulturell-spirituellen Potenziale des Ostens und der dortigen Menschen falsch sind und außerdem Ereignisse von den Medien oft negativ interpretiert werden! Die Gegenwart reflektiert im Wesentlichen die über Jahrhunderte, besonders von den kirchlich-konfessionellen Institutionen ausgesäte und gepflegte Meinung, dass die Menschen im Osten – im Vergleich zu den westlichen – spirituell und kulturell nur halb oder falsch gebildet sind! Die Erkenntnis, dass es vielfach genau umgekehrt ist, setzt sich im Westen erst langsam durch...

Selbst heute finden noch regelmäßig zweckpolitische wie pseudo-religiöse Erinnerungskampagnen betreffend den „brutalen“ Dschingis Khan, aber auch sozial-ideologisch über die „bösen“ Kommunisten statt. Diese Rückblicke werden mit aktuellen Tatsachen verbunden, wie mit der drohenden Überlegenheit der Chinesischen Währung, mit drohenden Gefahren aus dem potentiellen Terrorismus der Völker Russlands, des Kaukasus und Zentralasiens, ja sogar vor Terror-Gefahren aus Kasachstan wird gewarnt. Dies alles wird durch die nicht nach westlicher „Flöte tanzenden“ Staatsführungen Russlands und Chinas verstärkt, so dass auch heute noch zwischen Ost und West eine Art Eiserner Vorhang wie ein damit verbundener Kalter Krieg besteht!

Das heute größte, leider nicht allein durch schulische Aufklärung zu lösende Bewusstseins-Problem besteht darin, dass das beschränkte Verständnis des EU-Bürgers auf von Zweckpolitik und Wirtschaft gefärbten, oft falsch programmierten Meldungen in den Trivialmedien beruht. Dadurch entstehen nicht nur politisch-kulturelle Missverständnisse, Misstöne und künstliche Probleme, die vom Wesentlichen – der Schaffung von kontinental zusammenarbeitenden Gemeinschaften auf kultur-ethischen Grundlagen – ablenken. Außerdem werden stereotyp künstliche Spannungen (Emotionen) erzeugt und neue Mauern errichtet, wie besonders in den letzten Jahrzehnten unter anderem gegen alles Muslimische, ohne dass der Bürger in Europa heute ein objektives Verständnis betreffend die islamische Kultur und deren Grundlagen besitzen würde. Dazu kommt, dass der über fast 2000 Jahre von der multi-kulturellen Wirklichkeit isolierte Europäer verständlicherweise in emotionelle Abwehrreaktionen flieht, wenn er täglich mit Meldungen bombardiert wird, die mit der unbekannten Welt anderer Kulturen zusammenhängen. Wenn zusätzlich noch weitere Philosophien und Religionen wie die Geistesschulen des Buddhismus, Hinduismus, Konfuzianismus, Taoismus und andere an die Tore der Bürger Europas klopfen, ist die Mehrheit der Europäer überfordert und bereit, für andersgläubige Immigranten die Tore zu schließen, ja sogar die Verteidigungsmaschinerie samt NATO dagegen einzusetzen.

Der Schlüssel zum Weltfrieden liegt in den Händen der Kultur- bzw. Religionsmächtigen

Da der Islam ohne zu missionieren in Asien und Afrika generell eine kulturelle Großmacht darstellt und Buddhismus-Konfuzianismus-Taoismus besonders in China, Japan und anderen Staaten die Grundlagen für die dortigen zivilisations-politischen Strukturen (Politik und Wirtschaft) bilden, wird der sogenannte kirchlich-christlich kultivierte Westen noch sehr vieles nachzulernen haben, um für eine auf Gegenseitigkeit basierende spirituelle Gemeinsamkeit reif zu werden. Daher sollte er jede ihm vom Osten zu einer Zusammenarbeit oder zur kulturellen Wissensmehrung dargebotene Hand annehmen – und im besonderen die Zusammenarbeit von West und Ost auf der Ebene spirituell-gesellschaftlicher Kulturgemeinschaften fördern, da diese Langzeitstrukturen vertreten. Jede Staatsgemeinschaft war und ist absolut abhängig von der Bewusstseins- und Charakterqualität seiner Bürger! Deshalb ist neben der intellektuell-naturwissenschaftlichen die spirituell-kulturelle Bildung der jungen Generationen – die grundsätzliche Förderung von Religionen, der Künste, der Wissenschaften und Kulturgemeinschaften – von höchster, zukunftstragender Bedeutung!

Es ist festzuhalten, dass Kasachstan wie China der Bildung und Erziehung (!) ihrer Jugend höchste Priorität einräumen! Die durch schulische Leistungen und durch positive Lerneigenschaften qualifizierte Jugend hat heute in China und Kasachstan sogar die Wahl, auf Staatskosten in ihrem Wunsch-Ausland zu studieren! Wie die jährlich stattfindenden Bildungsanalysen und Leistungsvergleiche der europäischen und asiatischen Schulen erkennen lassen, erbringen die asiatischen Schüler Leistungen auf höchstem Niveau! Wenn man berücksichtigt, dass seit der Selbstaufhebung der Sowjetunion erst rund 20 Jahre vergangen sind und eine Generation geboren wurde, die heute – wie z.B. in Kasachstan – schrittweise in das Gemeinschaftsleben aktiv integriert wird, dann wird diese, (zum Teil in Europa und in Asien bestens ausgebildet) auf sehr hohem Niveau mit Ernst und großem Wissen ausgestattet, die Interessen Kasachstans vorzüglich vertreten. Kasachstan verfügt unter anderem über einen extremen Reichtum an Bodenschätzen, welche im Westen, aber auch in China und anderen Staaten benötigt werden. Die geopolitische Lage (zwischen Russland und China) bedingt zusätzlich, dass der Westen – wie in Georgien – seine politisch-militärische Intelligenz und Macht dafür einsetzt, um aus diesem Zentralasien beherrschenden Land eine Enklave bzw. nach historischem Rezept einen Kolonialstaat zu machen. Erst im August dieses Jahres (2011) setzte das US-Außenministerium Kasachstan auf die Liste „terroristischer Staaten“, was in der praktischen Politik heißt, dass man sich vorbehält, wenn die terroristische Gefahr für die USA aus deren Sicht zunimmt, vor Ort – wie in Afghanistan, Irak, Libyen und in anderen Gebieten – mit militärischen Mitteln einzugreifen. An Beweisen terroristischen Verhaltens Kasachstans arbeiten viele Geheimdienste sehr intensiv. Dass auch pseudo-spirituelle bzw. religiöse Institutionen des Westens kein Interesse daran haben, dass sich dieses zentralasiatische Kernland zu einer spirituell-kulturellen Weltmetropole entwickelt, scheint logisch. Nicht umsonst besuchte Papst Johannes Paul II. im Jahr 2001 Kasachstan, wie auch hunderte protestantische Sekten aus aller Welt seit Jahren ihre Generalversammlungen in Astana abhalten. Zugleich erscheinen aber auch (vermutlich aus den gleichen Quellen) im Internet zunehmend warnende Stimmen, dass Astana offensichtlich das Weltzentrum der ‚Freimaurer’, des ‚Anti-Christen’ oder ähnliches sei...

Es ist aus global-kultureller Sicht zu wünschen, dass sich Kasachstan bei der Umsetzung seiner ideellen Identität und Zukunft, Zentralasien als kulturell-spirituelles Weltzentrum zu etablieren, nicht behindern lässt. Sollte Kasachstan dieser Aufgabe nicht gerecht werden, würde die evolutive Notwendigkeit der Initiierung einer zentral-asiatischen Schnittstelle bzw. eines Kultur-, Begegnungs- und Kontakt-Zentrums an einen anderen Staat (eine andere Völkergemeinschaft) übergehen...

Astana – eine neue spirituell-kulturelle Weltmetropole?

Ein Rückblick auf die politisch-kulturellen Tätigkeiten der letzten zwei Jahrzehnte zeigt, dass die politische wie die kulturelle Führung Kasachstans unbeirrt an ihrer weltweiten spirituell-kulturellen Friedenskonzeption arbeitet! Sowohl Muslime als auch Christen und Buddhisten sind Dauergäste, die sich dem interkulturellen Gespräch, welches schrittweise ein Dialog wird, öffnen. Zugleich fanden und finden viele jährliche wissenschaftliche, zivilisatorische, auch internationale, politische Konferenzen, Kongresse und Tagungen statt, die den Themen Frieden, politisch-zivilisatorisch-kulturelle Harmonisierung, Entspannung, Gewaltlosigkeit, Bildung und Erziehung der nächsten Generationen u.a.m. gewidmet sind. Die außergewöhnlichen Tagungs- und Konferenzzentren, die für diese Zwecke in Astana zur Verfügung stehen, lassen den hohen Standard erkennen, den Kasachstan anstrebt – der Welt ein unübersehbares Zeichen, einen besonderen Magneten zu setzen...

Asien beglückte Europa schon über Jahrtausende durch die Seidenstraße, über die viele Waren, Wissensfragmente, kulturelle Informationen sowie positiv inspirierende Märchen und Geschichten nach Europa importiert wurden. Denn über zahlreiche Generationen (gewachsenen kulturellen Traditionen entsprechend) war diese Seidenstraße eine neutrale, von den anliegenden Völkern respektierte, geschützte und tabuisierte „Autobahn“, die in vielerlei Hinsicht allen Beteiligten große Vorteile brachte. Dies alles, obwohl viele ethnisch und kulturell (religiös) unterschiedliche Gruppierungen daran beteiligt waren und sich untereinander auf der Grundlage ethischer Normen friedvoll arrangierten. Dass diese über Jahrtausende bestehenden Traditionen von kulturell ungebildeten, machtgierigen Herrschern – z.B. Alexander der Große, der sich, bedingt durch seinen Lehrer Aristoteles, als ein großer Zerstörer kultureller Grundlagen offenbarte und andere – mehrmals zerstört wurde, konnte der Seidenstraße nicht nachhaltig schaden. Diese war und ist eine Hauptschlagader, welche die kulturelle wie geographische Einheit des Kontinents Eurasien sicherstellt – gestern, heute und auch morgen! Die künstliche, aus zweckpolitischen bzw. pseudo-religiösen Motiven erfolgte Aufspaltung die vor rund 1000 Jahren in Szene gesetzt wurde und Eurasien in zwei Kontinente (in Europa und Asien) aufspaltete, lässt sich objektiv, natur- wie kulturwissenschaftlich auf keiner Ebene nachvollziehen und die für beide Teile kulturell wie spirituell dringend erforderliche, umgehend einzuleitende Synthese ist auf allen Ebenen zu vollziehen.

Das Ziel – Kulturelles Weltzentrum für gesellschaftliche Weltharmonie

Aus der großen Zahl der inhaltlich zum Teil sehr unterschiedlichen Menschheitsträume sticht in erster Linie der gemeinsame, sämtliche Menschenherzen verbindende und bewegende Wunsch nach einem Weltfrieden hervor! Dieses hohe Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn die Mehrzahl der Menschen bewusstseinsmäßig wie charakterlich-ethisch die Stufen in Richtung Weltfrieden initiativ beschreiten wollen. Als Initiator, Schrittmacher, Förderer und Motivator dieser der Menschheit dienenden Initiative kommt nur ein weltlich reicher, von materiell-politischen Interessen unabhängiger, interkultureller Staat in Frage! Ein solcher bedarf zur schrittweisen Verwirklichung eines auf hohem spirituell-ethischem, interkulturellem Niveau stehenden Staatsvolkes. Dieses muss – als Impulsgeber, Förderer, Erinnerer, als kulturell-offensives Bollwerk – uneingeschränkt wie geschlossen und vertrauensvoll hinter seiner Staatsführung stehen.

Dass die Staatsführung Kasachstans es offensichtlich wagt, ein solches Konzept in Angriff zu nehmen, ist ein weiterer Schritt, über den sich alle Friedenswilligen nicht nur freuen, sondern Kasachstan als Friedens- und Harmonie-Initiator stützen, fördern und schützen werden!

Darüber hinaus ist erfreulich, dass sich nicht nur religiöse Großgemeinschaften – speziell der Islam – mit dieser Weltfriedensinitiative identifizieren. Es gibt heute schon mächtige Staaten wie China, Russland, in Summe sämtliche zentral-asiatische Staaten, aber auch Indien, welche Kasachstans Bemühen und Bestreben bestätigen und sogar fördern! Die in den letzten zwei Jahrzehnten speziell in der Zusammenarbeit Kasachstans mit Russland (V. Putin) und China gegründeten politisch-wirtschaftlichen Unionen repräsentieren – als Shanghai-, BRICS- und andere – heute schon rund zwei Drittel der Menschheit. Ein Grund mehr, das Thema Weltfrieden zu aktualisieren und den Wahnsinn der Rüstung und den militärischen Overkill (Tötungspotenziale, die es den Militärs erlauben, die Menschheit mehrfach auszurotten) aus der Welt zu schaffen.

Der Weg

Dieser Versuch, den Weltfrieden anzustreben bzw. Vorstufen dazu zu schaffen, die gesamte Menschheit in diese Richtung zu motivieren und im besonderen der Kultur wie auch den Politikern Mut zu machen, bedarf der untrennbaren Zusammenarbeit von Politik und Kultur!

In dieser Formel sind zwei, sich gegenseitig ergänzende Perspektiven enthalten, deren gewaltfreie Umsetzung die enge, intensive Zusammenarbeit aller fordert! Diese Art der Zusammenarbeit war in den historischen Staatsführungsformen, die politische wie kulturelle Autorität als Kaiser und Könige, als Zaren und Mogule in einer Person vereinigten, gegeben. In den heutigen Staatsverwaltungen ist die Macht meist getrennt, oft sogar verwirrend aufgeteilt, wodurch sich das Gegenteil eines Willens zum Frieden, zur gesellschaftlichen Harmonie bildet! Dieses zeigt sich besonders stark in den sogenannten Westlichen Demokratien bzw. bei deren Nachahmern, die ihren parteipolitischen Wählern einerseits weltpolitisch-militärisch-wirtschaftliche Dominanz anbieten, andererseits über ein gigantisches Netzwerk medialer Meinungsbildner verfügen, die der Politik als professionelle wie tiefenpsychologische Verschleierungsspezialisten dienen. Es ist zu begrüßen, wenn sich immer mehr Staaten der historischen, auch in religiösen Belangen bewährten Methode bedienen...

Die objektive Aufgabenteilung besteht, wie schon in einigen Staaten praktiziert darin, dass die spirituell-religiösen Institutionen wie schon seit Jahrtausenden Langzeit-Perspektiven und -Ziele, manche sogar in Richtung Ewigkeit formulieren und anstreben. Sofern die Staatsbürger solche Perspektiven annehmen und unterstützen, sollte jeder Staat bzw. die Politik diesen Wunschvorstellungen entsprechen. Andererseits ist die Politik für die zivilisatorisch-pragmatische Umsetzung sozialer wie kultureller Vorstellungen der Bürger zuständig. Die zeitlich sehr begrenzte Autorität kann sich aber nur auf Kurzzeit-Perspektiven, die durch begrenzte Legislaturperioden limitiert sind, konzentrieren. Da die im Westen erst vor 300 Jahren von Napoleon eingeführte Trennung von Religion und Staat ein negatives, die Staatsbürger aufspaltendes Paradox darstellt, sollte diese Demokratie-Schwäche durch innige wie konstruktive Zusammenarbeit der politisch wie kulturell Verantwortlichen überbrückt werden!

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Die eine Zukunft bietende Parole lautet daher: Auf dem Weg zu SPIRITUELLER / ETHISCHER GLOBALER GEMEINSAMKEIT einander helfen, unterstützen und fördern!

Es spielt KEINE Rolle, wo und von wem kulturelle bzw. weltanschaulich begründete Friedensinitiativen auf ethischer Grundlage initiiert werden! Über JEDE Friedensinitiative sollte man sich freuen, JEDE ist zu begrüßen!

Es besteht außergewöhnliche FREUDE darüber, dass der zentral-asiatische Kulturraum in den letzten 15 Jahren und auch heute gezielte Aktivitäten für die kulturellen wie politischen Fundamente jener BRÜCKE setzt, die ASIEN und EUROPA verbindet. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass dieser Weg ZUR GEISTIGEN GEMEINSAMKEIT auf einer internationalen wie interkulturellen Konferenz im Oktober 1992 formuliert wurde. Es ehrt sämtliche Bürger Kasachstans, dass sie die politische Umsetzung der damaligen spirituell-kulturellen Planungsvorschläge, die von der Politik außerordentlich initiativ umgesetzt wurden, uneingeschränkt konstruktiv unterstützten und mit hohen Mitteln förderten!

Darüber freuen wir uns – und danken dem Volk und der Regierung Kasachstans!

 

 

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