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Das Evolutionsverständnis ist Grundbaustein östlicher Religionen und Weisheitslehren. Der eigentliche Verdienst von Charles Darwin (1809-1882) beruht also in der wissenschaftlichen Anerkennung der Evolutionstheorie im Westen. W. Augustat Obwohl des 200. Geburtstags von Charles Darwin (1809-1882) im Verlaufe des Jahres 2009 in bemerkenswerter Weise gedacht wurde, gelang es ihm seinerzeit, seine Erkenntnisse nur dadurch zu publizieren, weil die Veröffentlichungen in England, also einem protestantischen Land erfolgten. In weiterer Folge übernahmen zahlreiche weitere Forscher aus Europa (auch aus Russland) die Forschungsergebnisse und verhalfen auf diese Art dem für sämtliche Lebensformen im gesamten Kosmos geltenden Gesetz der Evolution zur wissenschaftlichen Anerkennung. Diese Anerkennung von Seiten der Wissenschaften brachte das Entstehen eines allgemeinen Atheismus hervor, der die von Seiten der römisch-katholischen Kirche vertretenen unwissenschaftlichen, dafür mystischen Thesen eines sich in weiten Teilen widersprechenden "Theismus" ablehnte. Bedingt durch wörtliche Auslegungen des Altjüdischen Testaments und verbunden mit theologisch-dogmatischen Interpretationen, waren bestimmte kosmisch-universelle Gesetze, die in anderen Vorlaufkulturen schon längst anerkannt waren, innerhalb des jüdisch-christlichen Kulturraumes als "Aberglaube", Häresie bzw. Gotteslästerung und Gottesleugnung erklärt worden, was nicht nur die Bewusstseinsentwicklung im europäischen Kulturraum blockierte, sondern auch den geistigen Fortschritt in allen Daseinsbereichen. Die römisch-katholische Kirche verteidigte ihren klerikalen Dogmatismus gegen "ALLE" wissenschaftlich belegte Widersprüche mit Verbannung, Tod durch Verbrennung, Exkommunikation und Isolation, mit Rufmord und Redeverbot. Wenngleich gemildert, besteht selbst heute noch die prinzipielle Ablehnung einer Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse, zu denen auch das Gesetz der EVOLUTION gehört. Heute haben sich etliche europäische Staaten von ihren über Jahrhunderte währenden "Staatsreligionen" befreit – und anerkennen ausschließlich auf wissenschaftlichen Grundlagen beruhende Fakten, Wirklichkeiten und Gesetze. Die Inhalte der halb-kulturellen, religiös-konfessionellen Thesen der heute vielfach vertretenen Glaubensgruppierungen, wie Kirchen, Sekten, Vereine u.a.m., überlässt der Staat richtigerweise seinen Bürgern zur Wahl, sobald diese volljährig, gebildet und geistig gereift sind. Das Gesetz der EVOLUTION – Durch die geistige Selbstisolation, dem sich das kirchliche Christentum und vor allem die römisch-katholische Kirche hingab, entstand ein Gottesbild, welches in der Kirchengeschichte fast jedes Jahrhundert Anlass zu großen Streitereien, ja für weitreichende Bürger- und Bruder-Kriege gab. Die Autorität der Kirche war total – und wer auch immer es wagte, an deren geistiger oder weltlicher Macht direkt wie indirekt zu rütteln, war – wie Giordano Bruno – des Todes. Charles Darwin war als wissenschaftlich geprägter Forscher in seinen Studien sicherlich auch auf Hinweise gestoßen, die aus aller Welt während der Hochphase von Groß-Britanniens Macht in England verfügbar waren – darunter aus dem arabisch-islamischen, aber ebenso aus dem buddhistischen und hinduistischen Kulturraum, womit die Wissenszentren Oxford und Cambridge begründet wurden. Da sich auch der Protestantismus-Anglikanismus der vom Vatikan vorgegebenen Theologie – paradoxerweise bis heute – unterwarf und offensichtlich dessen theologische Interpretationen mit wenigen Ausnahmen übernahm, war Darwin anscheinend vom Schicksal dafür ausersehen, im "Westen" (Abendland) etwas als allerneueste Erkenntnis zu gebären, was im "Osten" (Morgenland) schon seit Jahrtausenden bekannt war. Diese „Geburt“ ist offensichtlich noch im Werden, denn zwischen Evolutionisten und Kreationisten entbrennen nach wie vor heftige Streitereien. Dabei genügt ein Rundumblick in das Jahrtausende alte Wissen und Weltbild anderer Kulturen! Ob Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Platonismus – alle haben in ihrem Weltverständnisbild und in ihren entsprechenden Lehren unter anderem das Gesetz der Evolution fest verankert. Analoges gilt für weitere kosmisch-universelle Gesetze – wie z.B. das Gesetz von Ursache und Wirkung (Kausalität), das Gesetz der Involution etc. Das Kausalitätsgesetz gilt im Westen noch nicht einmal für den geistig-individuellen wie gesellschaftlichen Bereich; und man betrügt sich lieber selbst, indem man eindeutig kausale Geschehnisse und Entwicklungen als Zufall, sog. Quantensprünge o.ä. erklärt – und sich mit dieser Zuordnung abfindet. Der Widerspruch im westlich kausal-losen Weltverständnis besteht ja darin, dass man aufgrund der Gesetze der Physik sehr wohl seit Jahrtausenden weiß, dass das Kausalgesetz unbestritten in "allem" gilt, wenngleich bestimmte Abläufe und Zwischenstufen auch bis heute noch nicht 'im Labor', beliebig wiederholbar, nachvollziehbar sind. Das Gesetz der Evolution bedingt höher Ein Streit darüber, ob das Gesetz der Evolution auch im Kosmos gilt, erübrigt sich aufgrund der Erfindungen und Forschungen der Astrophysiker bzw. Wissenschaften – denn es gibt nachgewiesener Maßen entwicklungsältere und -jüngere Planeten (als die Erde), ebenso gibt es Sonnensysteme und Galaxien, die älteren Ursprungs sind! Dieser Wirklichkeit folgend existieren also auch entwicklungsältere Lebensformen und Wesenheiten im Kosmos, die – wie schon hingewiesen – von anderen Kulturen und Religionen als selbstverständliche Realität angenommen werden. Auch uns "Westlern" sind viele Hinweise auf "Außerirdische" nicht fremd, selbst wenn der Vatikan mit seinem geo- und anthropozentrischen Weltbild solches nicht für möglich hält (obwohl der Christus Jesus selbst deutlich darauf hinwies, dass „sein Reich nicht von dieser Welt sei“)! Jedem Evolutionisten ist zu empfehlen, die nächsthöhere, über den irdischen Menschen hinausgehende evolutive Entwicklungsstufe zu hinterfragen! Denn dieser ist er geistig unterstellt bzw. untergeordnet, ebenso wie die Tiere und Pflanzen unserer Erde ihm anvertraut wurden. Es wäre daher sehr klug, den Grundgedanken der Evolution des Menschen weiter zu spinnen – und sich dem dem Kraftfeld Mensch übergeordneten, nächst höheren Kraftfeld zuzuwenden. Ohne klaren, wissenschaftlich-kausalen Zugang zu dieser Dimension hilft auch das Gesetz der Evolution keinem Menschen, sich – auf sich allein gestellt – weiter, ja höher zu entwickeln. Darwin gebührt der hohe Verdienst, dass er mit großem Fleiß und Mühe, Bedacht und Sachlichkeit die für das „alte“ Europa völlig neue These der als kosmische Gesetzmäßigkeit bestehenden INVOLUTION in das geistige Denk- und Bewusstseinsfeld der Europäer hereingeholt hat! Auch wenn es noch einige „Missing Links“ zu hinterfragen und zu objektivieren gilt; u.a. die Frage nach jenen, die als schöpferische „Konstrukteure“ und Architekten energetisch übergeordnet die Evolution sämtlicher Lebensformen begleitend führen – und zielgerichtet, in Abhängigkeit der verfügbaren fein- und grobstofflichen Baumaterialen und Energien, in bestimmte Evolutionsprozesse eingreifend und Potenzierungen sowie „Quantensprünge“ bewirken. Dass Geistenergie die grobstofflichen, physischen Formen prägt, ist seit Platon allgemein bekannt! Nachdem heute schon der Alltagsmensch als Gärtner und Biologe im kleinen Maße – bei Pflanzen und Tieren deren Entwicklung prägend – gezielt in die biologischen Prozesse eingreift, sollten Einflussnahmen dieser Art von einer sich geistig höher entwickelnden Menschheit auf der Grundlage von Wissen und Verantwortung geschehen. Darwin 'bewies' den Skeptikern, Ignoranten und geistigen Negierern, dass es EVOLUTION gibt – analog zu Giordano Bruno! Letzterer übergab der Menschheit in Weiterführung des von Platon formulierten Welt- bzw. Welten-Bildes eine wissenschaftlich und logisch nachvollziehbare universelle Schau in Richtung einer räumlichen Unbegrenztheit und zeitlichen Unendlichkeit, welche bis heute das Bewusstsein der meisten Theologen und geistlichen Führer im kirchen-christlichen Kulturraum noch nicht erreicht hat. Gleichwohl wird heute das zum Teil noch steinzeitliche geistig-kulturelle Existenzverständnis von gestern innerhalb der erdweit stattfindenden Kulturevolution konsequent und folgerichtig durch neues Denken und Handeln ersetzt. Im vorstehenden Verständnis hat Darwin den Theologen der christlichen Kirchen eine goldene Brücke gebaut, über welche sie aus dem von ihnen selbst errichteten geistigen Gefängnis ausbrechen können – hin zu einer unpersönlichen Gottheit, zu einem evolutiv höherem Gottesverständnis! |

